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Digitalisierung im Gesundheitswesen: Mehr Chancen für Patienten

Pressemitteilung   •   Jun 19, 2020 10:47 CEST

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Unabhängige Patientenberatung Deutschland begrüßt neue digitale Möglichkeiten

Berlin, 19. Juni 2020

Aus Sicht der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) eröffnet die Digitalisierung des Gesundheitswesens viele Gelegenheiten für eine bessere medizinische Versorgung, wenn die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten ernst genommen werden. Anlässlich des ersten von der Bitkom ausgerichteten Digitaltags nehmen Vertreter der UPD in kurzen Videobotschaften Stellung zu Digitalisierungsthemen im Gesundheitswesen wie der elektronischen Patientenakte und der Videosprechstunde.

Die außergewöhnlichen Umstände durch die Corona-Pandemie haben dem Digitalisierungsprozess im Gesundheitssystem einen zusätzlichen Schub gegeben. Im Rahmen des Digitaltags beziehen Vertreter der Unabhängigen Patientenberatung in kurzen Videostatements Stellung zu den Chancen durch die Digitalisierung für Patienten und Ärzte. „Die aktuelle Corona-Krise hat gezeigt, dass ein Mehr an Digitalisierung möglich ist, und dieses Mehr an Digitalisierung von Patientinnen und Patienten gewünscht wird“, bekräftigt Thorben Krumwiede, Geschäftsführer der UPD.

„Ratsuchende wenden sich mit Fragen an uns wie: ‚Wozu brauche ich die elektronische Patientenakte?‘ Oder: ‚Wie finde ich mich im Dschungel der vielen Gesundheits-Apps zurecht?‘ Oder: ‚Wo gibt es überhaupt gute Gesundheitsinformationen im Internet?‘“, berichtet Krumwiede und unterstreicht: „Mit diesen Fragestellungen sind die Ratsuchenden bei der UPD gut aufgehoben. Wir werden auch in der Zukunft über Neuerungen in der Digitalisierung informieren und Patientinnen und Patienten beraten.“

Ein digitales Instrument, das durch Corona an Relevanz gewonnen hat, ist die Videosprechstunde: Der Patient muss nicht mehr in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, sondern kann diesen auch per Video konsultieren. Von Ausnahmen wie psychotherapeutischen Erstterminen abgesehen, sind Sprechstunden per Video grundsätzlich möglich. Erforderlich sind nur eine funktionierende Internetverbindung sowie ein internetfähiges Gerät mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. „Insgesamt bietet die Videosprechstunde große Möglichkeiten im Gesundheitswesen, zum Beispiel bei langen Distanzen einen Arzt- und Patientenkontakt zu gewährleisten, oder aber wenn der Patient nicht in der Lage ist, in die Praxis zu kommen“, sagt Heike Morris, juristische Leiterin der UPD. Über weitere Aspekte informiert die UPD mit einem Merkblatt auf ihrer Webseite.

Anfang nächsten Jahres steht für die Mitglieder der meisten Krankenkassen eine große digitale Neuerung an: die elektronische Patientenakte (ePA). Die ePA enthält alle wichtigen Informationen über vergangene Erkrankungen und Behandlungen. Marcel Weigand, Leiter für digitale Kooperationen und digitale Transformation der UPD, erklärt dazu: „Ärzte und Kliniken können sich so schnell einen Überblick darüber verschaffen, was für Untersuchungen und Therapien bereits in der Vergangenheit durchgeführt wurden.“ Zudem kann der angehängte Medikation- und Notfallplan gefährliche Wechselwirkungen vermeiden. „Die elektronische Patientenakte ist freiwillig, keiner muss diese anlegen lassen oder nutzen. Sich darüber zu informieren, schadet aber nicht“, betont Weigand.

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie hilft Ratsuchenden, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragen selbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage zu treffen.

Gut erreichbar, bürgernah, qualifiziert: Das Beratungsangebot der UPD

Die unabhängige, neutrale, kostenfreie und evidenzbasierte Beratung der UPD ist für alle Menschen in Deutschland zugänglich – egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind. Ratsuchende können die Patientenberatung unkompliziert und auf vielen Wegen erreichen: per Telefon, Post, Mail, oder Onlineberatung, in den 30 festen Beratungsstellen und an weiteren 100 Standorten in Deutschland, die regelmäßig von einem der drei UPD-Mobile angesteuert werden.

Neben medizinischen Fachteams und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gehören auch Juristen und Sozialversicherungsfachangestellte zum UPD-Beraterteam.

Dem gesetzlichen Auftrag (§ 65b des Sozialgesetzbuchs V) entsprechend macht die Patientenberatung über die individuelle Beratung hinaus Politik und Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen aufmerksam, unterbreitet Lösungsvorschläge aus Patientensicht und stärkt auf diese Weise die Patientenorientierung im Gesundheitswesen.

Die telefonische Beratung der UPD steht über – aus allen Netzen, auch Mobilfunk – kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung und ist wie folgt erreichbar: Beratung in deutscher Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 22, Zeiten: montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Fremdsprachige Angebote: Beratung in türkischer Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 23, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung in russischer Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 24, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung in arabischer Sprache, Rufnummer: 0800 332 212 25, Zeiten: dienstags 11.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags 17.00 bis 19.00 Uhr.

Der Beratungs-Service vor Ort oder im UPD Beratungsmobil kann nach telefonischer Terminabstimmung genutzt werden, und zwar unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 011 77 25 (Zeiten: Mo – Fr 8.00 bis 22.00 Uhr, Sa 8.00 bis 18.00 Uhr).

Die Adressen der 30 Vor-Ort-Beratungsstellen sowie eine Übersicht über die 100 Städte, in denen das Beratungsmobil Halt macht, stehen unter www.patientenberatung.de.

Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten und der App, finden Ratsuchende unter www.patientenberatung.de, Facebook oder Twitter.