Unabhängige Patientenberatung Deutschland folgen

Willkommen im Pressebereich. Hier finden Sie unter anderem Pressemitteilungen, Hintergrundinformationen und Bildmaterial. Kommen Sie bei Fragen oder bei Bedarf an zusätzlichen Informationen oder einem Interviewpartner sehr gern auf uns zu. Unser Pressesprecher, Jann Ohlendorf, steht Ihnen für Medienanfragen telefonisch unter 030-868721-140 oder via E-Mail an presse@patientenberatung.de gern zur Verfügung. Wenn Sie regelmäßig mit Presseinformationen versorgt werden möchten, registrieren Sie sich in unserem Pressebereich durch Klick auf den obenstehenden "Unabhängige Patientenberatung Deutschland folgen"-Button.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland folgen

Sepsis wird häufig erst zu spät erkannt – Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) weist auf die gravierenden Folgen hin

Pressemitteilung   •   Sep 13, 2019 12:00 CEST

GettyImages-871770860_Henrik Dolle

„Eine Sepsis ist ein Notfall. Sie muss umgehend professionell behandelt werden“, warnte Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland heute (13. September) anlässlich des Welt-Sepsis-Tages eindringlich. Bedeutung erlangt das Thema, weil die Symptome einer Sepsis nicht immer eindeutig zuzuordnen sind und die Erkrankung deshalb häufig zu spät erkannt wird.

Zu den Symptomen der im Volksmund auch Blutvergiftung genannten Erkrankung gehören Fieber oder Schüttelfrost, plötzliche Verwirrtheit, beschleunigte Atmung, blass oder gräulich verfärbte Arme und Beine und ein extremes Krankheitsgefühl. Eine Sepsis ist wahrscheinlich, wenn der Verdacht auf eine Infektion und zwei oder mehr dieser Anzeichen vorliegen. „Eine Sepsis wird zu oft übersehen. Daher ist es so wichtig, die möglichen Anzeichen zu kennen und bei Verdacht sofort den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 zu verständigen“, betonte Dr. Schenkel. Eine Sepsis entsteht auf dem Boden einer Entzündung, die überall im Körper auftreten kann. Häufige Ursachen sind Lungenentzündungen, Harnwegsinfektionen, Infektionen im Bauchraum, Wundinfektionen und Grippe.Wenn es dabei zu einer Sepsis kommt, stirbt etwa ein Viertel der Patienten an den Folgen der Erkrankung. Damit ist sie die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.

Schwerwiegende Langzeitfolgen möglich

Eine Sepsis kann körperliche und psychische Auswirkungen haben. Chronisches Nieren- und Leberversagen, Gewichtsverlust sowie Nerven- und Muskelschädigungen zählen zu den Folgen, mit denen Sepsis-Patienten unter Umständen nach überstandener Erkrankung zu kämpfen haben. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen aber auch mögliche psychische Spätfolgen. Schwere Krankheitsverläufe und die Angst um das eigene Leben können dazu beitragen, dass Betroffene eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Diese kann mit einer Depression, Panikattacken und Albträumen einhergehen.

Lokale Infektionen als Auslöser

Einer Blutvergiftung geht stets eine lokale Infektion voraus. Kann der Körper diese nicht ausreichend bekämpfen, weil der Erreger sehr aggressiv ist oder der Patient ein geschwächtes Immunsystem hat, ist es möglich, dass sich die Erreger stark vermehren und in den Blutkreislauf gelangen. Das dadurch überaktivierte Immunsystem überschwemmt in der Folge den Körper mit Botenstoffen, um die Erreger zu bekämpfen. Dabei werden jedoch auch die eigenen Organsysteme angegriffen. So kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu einem starken Abfall des Blutdrucks kommen, sodass Gewebe und Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Gegen einige der Krankheitserreger, die zu einer Sepsis führen können, gibt es wirksame Impfungen. Auch hygienische Maßnahmen und eine korrekte Wundversorgung können vorbeugen.

Sie haben weitere Fragen oder möchten mehr zu gesundheitlichen bzw.

gesundheits- und sozialrechtlichen Themen wissen? Das Team der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) beantwortet Ihre Fragen gern.

Sie erreichen die UPD an 80 Stunden in der Woche kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 011 77 22 (montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr). Weitere Informationen und Beratungsangebote finden Sie unter: www.patientenberatung.de.

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie hilft Ratsuchenden, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragenselbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage zu treffen.

Gut erreichbar, bürgernah, qualifiziert: Das Beratungsangebot der UPD

Die unabhängige, neutrale, kostenfreie und evidenzbasierte Beratung der UPD ist für alle Menschen in Deutschland zugänglich – egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind. Ratsuchende können die Patientenberatung unkompliziert und auf vielen Wegen erreichen: per Telefon, Post, Mail, oder Onlineberatung, in den 30 festen Beratungsstellen und an weiteren 100 Standorten in Deutschland, die regelmäßig von einem der drei UPD-Mobile angesteuert werden.

Neben medizinischen Fachteams und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gehören auch Juristen und Sozialversicherungsfachangestellte zum UPD-Beraterteam.

Dem gesetzlichen Auftrag (§ 65b des Sozialgesetzbuchs V) entsprechend macht die Patientenberatung über die individuelle Beratung hinaus Politik und Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen aufmerksam, unterbreitet Lösungsvorschläge aus Patientensicht und stärkt auf diese Weise die Patientenorientierung im Gesundheitswesen.

UPD – Die kostenlose Patientenauskunft für Deutschland im Serviceüberblick

Die telefonische Beratung der UPD steht über – aus allen Netzen, auch Mobilfunk – kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung und ist wie folgt erreichbar: Beratung in deutscher Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 22, Zeiten: montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Fremdsprachige Angebote: Beratung Türkisch, Rufnummer: 0800 011 77 23, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Russisch, Rufnummer: 0800 011 77 24, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Arabisch, Rufnummer: 0800 332 212 25, Zeiten: dienstags 11.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags 17.00 bis 19.00 Uhr.

Der Beratungs-Service vor Ort oder im UPD Beratungsmobil kann nach telefonischer Terminabstimmung genutzt werden, und zwar unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 011 77 25 (Zeiten: Mo – Fr 8.00 bis 22.00 Uhr, Sa 8.00 bis 18.00 Uhr)..

Die Adressen der 30 Vor-Ort-Beratungsstellen sowie eine Übersicht über die 100 Städte, in denen das Beratungsmobil Halt macht, stehen unter www.patientenberatung.de.

Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten und der App, finden Ratsuchende unter www.patientenberatung.de, Facebook, Twitter oder Vimeo.


Angehängte Dateien

PDF-Dokument