Unabhängige Patientenberatung Deutschland folgen
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Krankenversicherung im Studium: Das ist jetzt wichtig

Pressemitteilung   •   Jul 06, 2018 08:37 CEST

Studentenversicherung

Mit dem Studium beginnt für junge Menschen ein aufregender neuer Lebensabschnitt. Bevor das erste Semester starten kann, müssen wichtige Dinge erledigt werden. „Dazu gehört auch, sich frühzeitig um eine Krankenversicherung zu kümmern“, sagt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Hierzulande besteht für Studenten eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie brauchen einen Nachweis, um sich an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule einschreiben zu können.“

Privat oder gesetzlich?

Angehende Studenten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung eines Elternteils beitragsfrei versichert sind, können diese Familienversicherung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr weiternutzen. Besteht eine solche Versicherung nicht oder endet diese, wird der Student in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) versichert. Deren monatlicher Beitrag setzt sich aus einem gesetzlich festgelegten, günstigen Betrag für die Kranken- sowie die Pflegeversicherung zusammen. Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag, den die gesetzlichen Krankenkassen selbst bestimmen können.

Wer vor dem Studium privat versichert war, hat die Wahl: Er kann sich für die KVdS entscheiden oder sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien und privat versichern lassen. „Grundsätzlich steht diese Option zur Befreiung allen Studenten offen“, sagt Heike Morris. „Es ist jedoch zu bedenken, dass die Entscheidung für das ganze Studium bindend ist.“

Vorsicht beim Nebenjob

Aufpassen müssen Studenten, die nebenbei arbeiten: Eine Mitgliedschaft in der Familienversicherung ist nur möglich, wenn sie monatlich nicht mehr als 435 Euro (Stand 2018) verdienen. „Bei einem Mini-Job liegt die Grenze bei 450 Euro.“ Studierende, die in der KVdS versichert sind, dürfen nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. „Überschreitungen können in bestimmten Fällen zulässig sein, etwa wenn Arbeitsstunden auf den Abend entfallen, solange die Beschäftigung neben dem Studium erfolgt.“ Sie haben Fragen? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät Sie kostenlos und neutral unter 0800-0 11 77 22. www.patientenberatung.de

Die Krankenversicherung für Studenten kann bis zum Ende des Semesters in Anspruch genommen werden, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird – oder bis das 14. Fachsemester abgeschlossen ist. „Es gibt Ausnahmefälle, durch die sich diese Frist verlängern kann, wenn ein entsprechender Antrag von der Krankenversicherung positiv entschieden wird. Dazu zählt zum Beispiel die Geburt eines Kindes.“ Danach gibt es zwei Möglichkeiten: Der Student kann freiwillig weiter gesetzlich krankenversichert bleiben oder eine private Krankenversicherung abschließen.

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie hilft Ratsuchenden, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragenselbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage zu treffen.

Gut erreichbar, bürgernah, qualifiziert: Das Beratungsangebot der UPD

Die unabhängige, neutrale, kostenfreie und evidenzbasierte Beratung der UPD ist für alle Menschen in Deutschland zugänglich – egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind. Ratsuchende können die Patientenberatung unkompliziert und auf vielen Wegen erreichen: per Telefon, Post, Mail, oder Onlineberatung, in den 30 festen Beratungsstellen und an weiteren 100 Standorten in Deutschland, die regelmäßig von einem der drei UPD-Mobile angesteuert werden.

Neben medizinischen Fachteams und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gehören auch Juristen und Sozialversicherungsfachangestellte zum UPD-Beraterteam.

Dem gesetzlichen Auftrag (§ 65b des Sozialgesetzbuchs V) entsprechend macht die Patientenberatung über die individuelle Beratung hinaus Politik und Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen aufmerksam, unterbreitet Lösungsvorschläge aus Patientensicht und stärkt auf diese Weise die Patientenorientierung im Gesundheitswesen.

UPD – Die kostenlose Patientenauskunft für Deutschland im Serviceüberblick

Die telefonische Beratung der UPD steht über – aus allen Netzen, auch Mobilfunk – kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung und ist wie folgt erreichbar: Beratung in deutscher Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 22, Zeiten: montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Fremdsprachige Angebote: Beratung Türkisch, Rufnummer: 0800 011 77 23, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Russisch, Rufnummer: 0800 011 77 24, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Arabisch, Rufnummer: 0800 332 212 25, Zeiten: dienstags 11.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags 17.00 bis 19.00 Uhr.

Der Beratungs-Service vor Ort oder im UPD Beratungsmobil kann nach telefonischer Terminabstimmung genutzt werden, und zwar unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 011 77 25 (Zeiten: Mo – Fr 8.00 bis 22.00 Uhr, Sa 8.00 bis 18.00 Uhr)..

Die Adressen der 30 Vor-Ort-Beratungsstellen sowie eine Übersicht über die 100 Städte, in denen das Beratungsmobil Halt macht, stehen unter www.patientenberatung.de.

Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten und der App, finden Ratsuchende unter www.patientenberatung.de, Facebook, Twitter oder Vimeo.