Unabhängige Patientenberatung Deutschland folgen
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Frau Kehr-Fuckel weiß worauf es bei einem Gespräch mit dem Arzt ankommt

Blog-Eintrag   •   Apr 20, 2017 09:27 CEST

Wahlberlinerin, 36 Jahre, privat im Ausdauersport und in der Musik zuhause. Als Kauffrau für Bürokommunikation und Gesundheits- und Krankenpflegerin ist Frau Kehr-Fuckel gerne mit Menschen im Kontakt und freut sich, durch die Beratung unterstützend tätig sein zu können.

Christel Kehr-Fuckel, Gesundheitsexpertin bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)

1.Was macht Ihnen an Ihrem Beruf besonders viel Spaß?

Beratung wird nie langweilig. Die Vielfalt an Fallkonstellationen kennt keine Grenzen und so bleibt meine Tätigkeit immer interessant. Daran gefällt mir besonders, mich dem Einzelnen beratend widmen, Möglichkeiten aufzeigen und Orientierung in einem komplexen System geben zu können .

2.Welche Bedeutung hat Pflegewissen für Betroffene und deren Angehörige?

Pflegefachfragen tauchen häufig erst dann auf, wenn es im Rahmen einer Erkrankung zu speziellen Bedürfnissen und Erfordernissen gekommen ist oder wenn Pflegefehler sicht- oder spürbar werden. Sich rechtzeitig auf Besonderheiten vorzubereiten, kann effektiv dazu beitragen, fachlich richtig zu pflegen und damit Komplikationen im Zusammenhang mit Pflegemaßnahmen zu vermeiden. Betroffene und Pflegepersonen sollten sich daher zu Beginn einer Pflegesituation mit den entsprechenden Pflegetechniken, prophylaktischen Maßnahmen, Umgang mit Medikamenten und Hilfsmitteln, den hygienischen Anforderungen u. v. m. auseinandersetzen und pflegefachliche Beratung rechtzeitig in Anspruch nehmen.

3.Wie sollten sich Patienten auf ein Arzt-Patienten-Gespräch vorbereiten?

Zu einem Arztgespräch sollten konkrete Fragen mitgebracht werden. Patienten sollten versuchen, thematisch einerseits Prioritäten zu setzen und andererseits entscheidende Fragen nicht ungefragt zu lassen. Geht es z. B. um die Entscheidung, ob die konservative (nicht-operative) Therapie fortgeführt oder eine operative Behandlung in Betracht gezogen werden soll, sollten z. B. die Vor- und Nachteile der relevanten Behandlungsmöglichkeiten sowie das Nutzen-Risiko-Verhältnis erfragt werden.

4.Welche Unterlagen müssen Patienten zum (Fach-) Arztgespräch mitbringen?

Liegen bereits Befunde vor, können diese zum Gespräch mitgebracht werden. Der behandelnde Arzt entscheidet selbst, welche Unterlagen er tatsächlich benötigt und wie er beispielsweise diagnostisch vorgehen möchte. Weiterhin ist es sinnvoll, einen (bundeseinheitlichen) Medikationsplan mitzuführen und sich vorab wichtige Fragen zu notieren bzw. während des Gespräches Notizen zu machen. Ebenfalls zu erwähnen sind Implantat- und Allergiepässe, Informationen zu bekannten Unverträglichkeiten etc.